Hoffnung für Dich e.V.

Träger der Einrichtung

„Hoffnung für Dich“ e.V.

Mitglied im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck, im EREV und der ACL (Arbeitsgemeinschaft christlicher Lebenshilfen)

Schlossstr.6

34590 Wabern-Falkenberg

 

Gesetzliche Grundlagen

Frauen: §§ 53 ff SGB XII, Kinder: § 27 in Verbindung mit § 34 SGB VIII, gemeinsam: § 19 SGB VIII

 

Altersstruktur

Mütter bis 40 Jahre, Kinder bis 10 Jahre, in Ausnahmefällen auch ältere Geschwister

 

Aufnahmekapazität: 6 Mütter / 8 Kinder

 

Zielgruppe

Das Angebot in unserem Haus richtet sich an volljährige Frauen (bis 40 Jahren) mit einem oder mehreren Kindern (bis 10 Jahre/ in Ausnahmefällen auch ältere Geschwisterkinder), die aufgrund psychosozialer Schwierigkeiten/ psychischer Erkrankungen von einer wesentlichen seelischen Behinderung bedroht sind. Die Mütter sind nicht in der Lage, den Alltag mit ihren Kindern alleine zu bewältigen und brauchen umfassende Hilfe zur Erziehung, die ambulant nicht gewährleistet werden kann. Im Einzelnen sind dies:

  • Frauen mit psychosozialen Schwierigkeiten/ psychischen Erkrankungen
  • Mütter, die zusätzlich eine Suchtproblematik haben (nach abgeschlossener Suchttherapie)
  • Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen und Verhaltensauffälligkeiten

 

Aufenthaltsdauer

In der Regel 1 ½ – 2 Jahre im stationären Bereich (Weiterführung der Begleitung im ambulanten Bereich möglich). Die Dauer der Maßnahme richtet sich nach den individuellen Erfordernissen der Mütter und Kinder. Für den letzten Zeitabschnitt ist der Aufenthalt in einer Trainingswohnung geplant, um ein größtmögliches Maß an Selbständigkeit erproben zu können.

 

Pädagogische Konzeption

Ziele (Frauen)

  • Stabilisierung und Nachreifung der Persönlichkeit
  • Ermöglichen eines gemeinsamen Lebens von Mutter und Kind in der akut schwierigen Lebenssituation
  • Bearbeiten von Entwicklungsdefiziten und negativen Lebenserfahrungen
  • Bearbeiten von akuten Beziehungsschwierigkeiten und Stärkung der Beziehungsfähigkeit
  • Förderung des Sozialverhaltens
  • Befähigung zur Eigenentscheidung und größt-möglicher Selbständigkeit
  • Förderung der Konfliktfähigkeit
  • Gestaltung des Alltagslebens in Eigenverantwortung
  • Wachsende Übernahme der Elternver-antwortung
  • Aufbau einer tragfähigen Mutter-Kind-Beziehung
  • Erarbeitung einer realistischen Lebensperspektive für Mutter und Kind

 

Ziele (Kinder)

  • Integration in die derzeitige Lebensgemeinschaft
  • Vermittlung emotionaler Sicherheit
  • Stärkung der Beziehung und Bindung zur Mutter
  • Abbau und Entgegenwirken von Entwicklungsdefiziten und Deprivationserscheinungen
  • Bearbeiten von negativen Lebenserfahrungen, z.B. mangelnde Versorgung, Trennungsprobleme
  • Förderung der Entwicklung des Kindes
  • Förderung altersgemäßer Selbständigkeit und Alltagsbewältigung
  • Vermittlung eines positiven sozialen Lernverhaltens

 

Die Grundlage der pädagogischen Arbeit bildet die gemeinschaftliche Lebensform, die sich am biblischen Menschenbild orientiert. Sie bietet den Müttern und Kindern einen Lebens- und Betreuungsrahmen, der unter anderem durch die Grundregeln der Suchtmittel- und Gewaltfreiheit geprägt ist. MitarbeiterInnen wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Mutter-Kind-Haus. Das gemeinsame Alltagserleben, verbunden mit gezielten pädagogischen und therapeutischen Angeboten, bildet den Schwerpunkt der Arbeit und bietet emotionale Sicherheit und Kontinuität in den Beziehungen. In dieser Form des Zusammenlebens werden interaktive Prozesse bewusst erlebt. In der Reflexion stellen sie ein gutes Übungsfeld dar, die auftretenden Problemstrukturen und Konfliktfelder aufzudecken und zu bearbeiten. Unsere pädagogische Arbeit zielt darauf ab, Müttern und Kindern einen natürlichen und von emotionaler Annahme geprägten Lebensraum zu bieten, ihren Grundbedürfnissen Sorge zu tragen und eine gesunde Entwicklung zu fördern. Das Ziel der Maßnahme ist es zunächst, die Mütter mit ihren Kindern in der schwierigen Lebenssituation zu begleiten, belastende Vergangenheitsprobleme zu bearbeiten und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Dazu gehört auch, dass die Mütter sich mit ihrer aktuellen Lebenssituation und den Problemen auseinandersetzen und gemeinsam eine Lebensperspektive erarbeitet wird, die den persönlichen Möglichkeiten entspricht.

 

Betreuungsintensität

Die Betreuungszeit durch die pädagogischen Mitarbeiter/innen ist zwischen 6.30 Uhr und 21.30 Uhr gewährleistet. Darüber hinaus besteht eine Rufbereitschaft im Haus.

 

Kinderbetreuung

Während der Betreuungszeit von 6.30 bis 21.30 Uhr stehen pädagogische Fachkräfte für die Betreuung der Kinder zur Verfügung. Darüber hinaus nehmen wir das Angebot des kommunalen Kindergartens in Anspruch.

 

Bildungsangebote

Schulabschlüsse und Berufstätigkeit stehen nicht im Vordergrund, werden aber angestrebt, sofern es die Kapazitäten der Mütter zulassen.

 

Ausstattung und Lage

Aus dem ehemaligen Gesindehaus (Bauernhof) des „Schloss Falkenberg“ wurde 1992 durch umfangreiche Um- und Ausbauten das Mutter-Kind-Haus gestaltet. Es umfasst das große Wohnhaus mit Nebengebäuden auf einem 4.000 qm großen Grundstück und liegt unterhalb der Burgruine von Falkenberg. 6 Müttern mit bis zu 8 Kindern stehen 12 Zimmer zur Verfügung. Die 3 Wohneinheiten sind jeweils mit Bad und Toilette ausgestattet. Zusätzlich gibt es Gemeinschafts- und Wirtschaftsräume,  einen Kreativraum, einen Kinderwerkstatt, Spielräume für die Kinder und einen Toberaum. Die Außenanlagen bieten neben verschiedenen Spielgeräten auch natürliche Spielmöglichkeiten, wie Wiesenflächen, Wäldchen, Weiden- u. Holzhütten und ein Baumhaus. Die Tierhaltung von Pferd, Hund, Katze, Hasen, Hühnern und der Anbau von Obst und Gemüse sind Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Der Ort Falkenberg zählt ca. 800 Einwohner und gehört zur Großgemeinde Wabern. Er liegt 30 km südlich von Kassel im Schwalm-Eder-Kreis.

Es bestehen Verkehrsanbindungen zu den nahegelegenen Städten Homberg/ Efze, Fritzlar und Wabern. Kindergarten und Grundschule befinden sich im Ort.